ARNSTADT (mk).

Die alten Fenster sind bereits herausgenommen, das Dach ist gedeckt und ein schlichtes Kreuz darauf aufgestellt: Der Pavillon am Friedhof in der Ilmenauer Straße wird denkmalgerecht saniert. Sven Tittelbach vom gleichnamigen Bestattungsinstitut informierte gestern diese Zeitung über die umfangreichen Bauvorhaben in seinem Hause. Sie sollen dazu dienen, einen angemessenen Rahmen für Bestattungsfeiern zu schaffen und auch für die Angehörigen von Verstorbenen eine Möglichkeit bieten; von dem Aufgebahrten still Abschied nehmen zu können. "Manche Menschen brauchen dazu zehn Minuten", sagte er. "Manche hingegen kommen drei Tage hintereinander, um ihren Schmerz über den Tod eines lieben Familienangehörigen" verarbeiten zu können. Die Trauerhalle, die etwa im Mai oder Juni fertig gestellt ist, wird dann geweiht. Diese Weihe wird zugleich mit einem "Tag der offenen Tür" verbunden. Die neue Trauerhalle bietet dann vierzig Plätze, ist also für kleinere Gedenkfeiern gedacht. Im angrenzenden Gelände wird ebenfalls gebaut. So entsteht ein Funktionsbau mit Garagen und Kühlräumen, ein Sarglager und eine Einrichtung, um Sektionen vornehmen zu können, Sven Tittelbach wird hier auch die Thanatopraxie (Konservierung) ausführen. Alles, Was zur Bestattung gehört, ist künftig unter einem Dach zu finden. Mit der Fertigstellung des Neubaus verbessern sich somit auch für die fünf Mitarbeiter die Bedingungen.

Gemeinschaftlich mit dem nebenan gelegenen Steinmetzbetrieb Vogler will das Bestattungsinstitut einen Fußweg an der Ilmenauer Straße bauen lassen. "Wir haben das mit der Stadt. Arnstadt abgesprochen", erklärt Sven Tittelbach weiter. Insgesamt 70 Meter Bürgersteig entstehen damit vor dem Gelände, wird das Umfeld gestaltet. "Wir wollen damit die Kommune' entlasten, die dafür derzeit kein Geld hat", sagte er.